Dienstag, 12. November 2013

Dienstagsgedichte



Manchmal muss man schwänzen,
um Latenzen zu begrenzen.

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Es schmerzt der Bauch,
man hört es auch:
Das, was er da grad verdaut,
hätt' ich besser nicht gekaut.

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 Hinweis:  Vorlesung zu Feyerabend. Zynische Bemerkungen halte ich in diesem Moment zurück. Beim nächsten Mal mache ich den Namen wieder unkenntlich, dann war's das, mit der Zurückhaltung, darauf könnt ihr euch verlassen - und zwar sowas von!

Dienstag, 15. Oktober 2013

Fimum columbinum


Mensch, das ist das echte Leben,
so was kann es da nicht geben!
Ich bin ja nicht mal Komödiant.

Keiner hat es mitbekommen,
niemand hat es aufgenommen!
Weil ich allein am Bahnhof stand.

Es hatte also keinen Zweck,
dass ich den blöden Taubendreck
direkt auf meiner Nase fand!


Hinweis: Völlig grundlos hab ich's abbekommen, die Taube kann was erleben! Ein Phantombild reiche ich nach. Wartet's nur ab!

Mittwoch, 11. September 2013

Physik


Das Licht bricht. 
Dabei muss es sich nicht einmal selbst übergeben,
vielmehr wird es übergeben.
Von hier nach dort. Beinah' sofort.
Ob das angenehmer ist, lässt sich nur vermuten.
Eventuell fühlt es sich geknickt.


Dienstag, 23. Juli 2013

Eine Weisheit


Meistens sind leise Hinweise weise Hinweise, weil Weise meistens leise hinweisen.
Die lauten outen sich meistens als Flauten.

Freitag, 21. Juni 2013

Nächtliche Überlegung


Wie kommt es eigentlich, dass eine Mücke
erst, wenn ich sie an der Wand zerdrücke,
stirbt?
Weil, wenn man sie in der Luft trifft, kümmert sie das ja irgendwie überhaupt nicht ...

Hinweis: Heutzutage vergleichen wir ganz gerne zwischen Mensch und Tier. Zugegeben: Unser Leben scheint nicht nur verletzlicher - das ist es auch. Todsicher.

Montag, 27. Mai 2013

Geburtstag


Heute hat mich ein Raucher umarmt
- sein Gestank hat ihn sofort enttarnt -
was dann geschah ist sicher klar:
ein Hustenkrampf. Na wunderbar.
Ich kann nur sagen: gebt gut Acht,
dass ihr euch keine Raucherfreunde macht!

(An alle Raucher: tut mir leid,
für Rücksicht bleibt grad keine Zeit.)

Hinweis: Unter anderen Umständen hätte ich an dieser Stelle gewiss etwas Entschuldigendes, Begründendes, versöhnlich Stimmendes, ... hinterlassen, aber das Essen ruft! Ihr versteht schon.

Montag, 1. April 2013

[Exkurs] Kein Gedicht, nur noch 'ne Antwort (oder besser: eine Weisheit)

Ich gehe nicht nicht in die Uni, um nichts zu tun,
ich gehe nicht in die Uni, um nicht nichts zu tun.

Eine Antwort


Es seien 20 träge Wesen - um den Dreh - gewesen,
hab ich, meine ich, gelesen,
nur ist mir grad entfallen, wo.
Und sowieso: wieso?

Was ich hier sage, keine Frage,
ist, eine Antwort ohne Frage
ist fraglos eine karge.


Hinweis: Man sagte mir, ich solle ein neues Gedicht schreiben, damit das letzte nicht mehr oben stünde. Hab ich gemacht. In keinem Wort hieß es, ich solle mir Mühe geben! Beim nächsten Mal wird man sich wohl präziser ausdrücken.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Das Scheitern am Gescheiteren


„Bis auf Weiteres verbanne ich Heiteres
und schreib nur noch Gescheiteres",
denk ich mir und brauch nicht zu erwähnen,
dass der Glaube daran von vornherein
ein schwacher war. Schon ist es ein
gescheitertes Unternehmen.

Hinweis:  Ein schwaches Werk, ich weiß.

Dienstag, 15. Januar 2013

Zwei Riesen


Eines schönen Tages saßen
zwei riesen Riesen da und aßen
Riesen.

Die gleichnamigen Kaubonbons
bekamen sie nämlich umsonst.

Da sagte der eine zum anderen Riesen:
„Warum sitzen wir hier nur auf diesen Wiesen
... und essen Riesen?"
Der andre sagte: „Gute Frage!
Weißt du was? Ich schlage
vor, dass wir mal was ganz andres tun."
„Was andres als uns auszuruhen?"
„Lass uns nicht mehr Trübsal blasen,
sondern übern Rasen rasen -
lass uns fasten,
statt zu rasten!"
„Wie? Du willst ein Rennen rennen? -
Nein, vergiss es, ich geh pennen."
„Willst du kein neues Leben leben?
Nach irgendwelchen Dingen streben?"
„Doch, schon, ich will mich nur nicht stressen -
lass uns mal gutes Essen essen!
Und - beim besten Willen - lass chillen."
„Na schön. Wir könnten Grillen grillen!"
„Einverstanden, morgen Morgen
werden wir die gleich besorgen."


Eines schönen Tages saßen
zwei riesen Riesen da und aßen
nichts.

Zu blöd zum Grillenjagen, mussten sie die Plagen
eines leeren Magen schon ziemlich bald ertragen.

Da sagte der eine zum anderen Riesen:
„Warum sitzen wir hier nur auf diesen Wiesen
... und essen keine miesen Riesen?"
Der andre schrie empört: „Pah! Wie?
Ich geb nicht auf, im Leben nie!
Wir kriegen unsre Grillen schon,
wart's ab, Geduld bringt stets den Lohn!"
Schon sahen sie zwei Spinnen spinnen,
der eine rief: „Die spinnen, die Spinnen!"
Der andre aber sah die Kunst
und hoffte um die hohe Gunst
der Tiere, schon begann er einen Plausch
und bot die Riesen-Kaubonbons zum Tausch.
Die Spinne sagte: „Pfui, du stinkst!"
Der Riese: „Pfft, ich glaub, du spinnst!
„Doch, doch, ich hab's doch selbst gerochen,
so übel stinken sonst nur Rochen!"
„Das hör ich mir nicht länger an,
komm schon, Kumpel, junger Mann,
ich dufte dufte, ist doch wahr!"
„Ja, mein Freund, natürlich, klar."

So zogen sie von dannen.
„Ich will wieder entspannen",
beschloss der eine für sich alleine,
während der andre erst einmal keine
Ruhe fand. Bis er später doch da stand,
mit allerhand Dingen in seiner Hand:
„Ich stifte Stifte, stämme Stämme, hüte Hüte, meine Güte!
Das führt zu nichts! Ich höre auf
und lass den Dingen seinen Lauf.
Brüderchen, du hattest recht
ein andres Leben ist nur schlecht.
Geh'n wir wieder auf die Wiesen
... und essen Riesen."


Eines schönen Tages saßen
zwei riesen Riesen da und aßen
Riesen.

...


Hinweis:  Ich glaube, das bedarf keines Hinweises.