Sonntag, 6. Mai 2012

Vier völlig verschiedene Vorlesungsgedichte


Mit einer Gemeinsamkeit: Sie alle tragen keinen Titel.

1) 
Interessant...
...find ich die Wand.
Ungelungen...
...die Vorlesung.

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2) 
Eine gute halbe Stunde
sollte doch im Grunde
gar nicht all zu lange dauern,
doch zu meinem Bedauern,
kann ich machen, was ich will -
die Zeit steht still.

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3) 
Ich tu einfach, als würd ich schreiben,
in Wahrheit lass ich's aber bleiben.
So spannend ist das wirklich nicht,
was der da vorne alles spricht
und weil es auf den Folien steht,
ist es sinnlos, dass er rät,
man solle aufrecht sitzen
und die Ohren spitzen,
jedes Wort mitschreiben...
Nein, das lass ich lieber bleiben!

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4) 
Es kam ein Arm daher,
dran hang leider Herr Teer.
Er gab sich Mühe - sogar sehr!
Und trotzdem mocht' ihn keiner mehr,
weil er klebte ... an Herr Teer.
„Der arme Arm", dachte der,
„das Leben ist nicht immer fair."
„Recht hat er", dachte er -
der arme Arm von Herr Teer.


Hinweis: Den Namen des Professors habe ich sicherheitshalber abgewandelt, man kann ja nie wissen... Übrigens entstanden all diese Gedichte in seiner äußerst spannenden Vorlesung.

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