Dienstag, 10. Juli 2012
Zwei zwischenzeitlich verlegte Verse
Just beim Lernen wieder aufgetaucht:
1)
Es war nicht sehr schlau,
hierher zu kommen,
ich weiß es genau,
ja, streng genommen
war das sehr dumm.
Zu Hause könnte ich was tun,
hier sitze ich nur stumm herum.
Was mach ich nur, was mach ich nun?
(Hier endet das Gedicht abrupt - der schlaue Leser ahnt, warum.)
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2)
Ich verschwende meine Zeit,
auch wenn mein Prof stets prophezeit,
dass durch jede Kleinigkeit
der Wissensstand erheblich steigt.
Ich sehe hier nur weit und breit
in den Gesichtern Müdigkeit
und denk: „Wann bin ich bloß befreit?"
Stetig steigt rasant der Neid
auf alle, die in Freiheit
sind, draußen, wo es schneit -
bestimmt. Ich weiß darüber nicht Bescheid,
die Fenster sind hier nicht gescheit
geputzt. Es tut mir wirklich leid,
Herr Prof, ich bin schlicht nicht bereit,
jetzt, wo es da draußen schneit,
hier, so schön mit eingereiht
zu weilen. Verzeiht
mir, ich verschwinde.
Hinweis: Dieses Gedicht entstand im Sommer, gar nicht so lange her. (Es hat nicht geschneit. Leider. Aber es hätte ja wirklich sein können!)
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