Montag, 12. November 2012
Vom Grauen
Weit und breit nur Dunkelheit,
alles ruhig und still.
Auch die Uhr lässt sich viel Zeit,
obwohl ich das nicht will.
Plötzlich knarrt es auf dem Flur,
wer kann das nur sein?
Ein aufgeregter Blick zur Uhr -
noch bin ich allein!
Langsam schleiche ich hinaus,
mein Herz schlägt wie verrückt.
Ich muss niesen, nein! Welch Graus!
Hat er mich nun erblickt?
Es scheint wohl so, schon ist er weg,
ich lehn mich an die Wand
und blick verzweifelt auf den Fleck,
wo er noch eben stand.
Erleichterung. Ich hatte Glück,
kann auf Geschenke schauen.
Und noch etwas ließ er zurück:
Ein Stück vom Bart, vom grauen.
Hinweis: Inspirierend hierfür war eine graue Wand. Aus Beton. Ich starre sie jeden Montag 1 1/2 Stunden lang an. Ist nicht sehr spannend.
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